Straff mit fayo® | Faszien-Yoga für ein festes Bindegewebe

15 Min tägliche fayo®

Was ist eigentlich Cellulite?

Etwa 85 Prozent aller Frauen ha­ben sie: Cellulite – eine durch die geschlechtsspezifische Hautstruktur bedingte Verän­derung des subkutanen Fettgewebes. An Oberschenkeln, Po oder Ober­armen sind die Bindegewebsstrukturen weicher, elastischer und die Kollagenfa­sern liegen weiter auseinander. Dort kön­nen sich die Fettzellen durchdrücken und werden als unschöne Dellen an der Ober­fläche sichtbar. Ungesunde Ernährung, Rauchen und Bewegungsmangel können die Entstehung begünstigen.

Gezielte Be­wegung, bewusste Ernährung und ein ge­sunder Lifestyle wiederum können die Entstehung nicht nur verhindern, sondern auch bereits bestehende Cellulite min­dern. Der gezielten Bewegung wollen wir uns auf diesen Seiten widmen – und zwar dem Training unserer Faszien oder besser gesagt unseres Fasziensystems – das kol­lagene Netzwerk, umgangssprachlich Bindegewebe, das den Körper zusammen­hält und uns unsere Form gibt. Denn: Je geschmeidiger unsere Faszien sind, desto glatter wirkt das Hautbild.

So wirkt fayo®

Als besonders wirkungsvoll im Kampf ge­gen die Dellen hat sich Faszien-Yoga er­wiesen. Entwickelt wurde fayo® von den deutschen Therapeuten Dr. med. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht -spezialisiert auf Schmerztherapie – auf der Grundlage von 30 Jahren Forschungs­arbeit. Der Straffeffekt, der damit erzielt werden kann, ist dabei aber eigentlich nur ein schöner Bonus. Denn primär dient das Bewegungsprogramm – eine Kombinati­on aus Rollmassage und speziell entwi­ckelten Dehn- und Ansteuerungsübun­gen – dazu, den Körper geschmeidig und gesund zu halten, schmerzhafte Verfil­zung, Verklebung und verletzungsför­dernde Sprödigkeit zu verhindern.

Das Anti-Cellulite-Training

Gestartet wird das Kurzprogramm mit einer gezielt langsamen fayo®-Rollmassage. Diese sorgt für die Durchsaf­tung und den Abbau überflüssiger Kolla­gen fasern. „Die meisten Menschen“, so Roland Liebscher-Bracht, „haben verfilz­tes Bindegewebe, was den Stoffwechsel runterschraubt, da der Durchfluss der Zwischenzellflüssigkeit gestört ist. An­ders als beim schnellen Rollen werden beim langsamen überflüssige Kollagen­fasern abgebaut. Die Fettzellen können besser loslassen.

Das Fett, das zwischen dem Kollagen hervortritt, normalisiert sich – das Hautbild wird glatter.“ Bei den anschließenden fayo®-Übungen geht es darum, den Stoffwechsel zu akti­vieren, indem die muskulär-faszialen und energetischen Engpässe im Köper gelöst werden. Diese, so der Experte, entstehen dadurch, dass wir nur zehn bis 15 Prozent unserer angeborenen Bewegungswinkel im Alltag nutzen. Bei den fayo®-Übungen geht man gezielt in diese Winkel rein und aktiviert durch mehrmaliges An- und Entspannen die Mikrozirkulation und die Fettverbrennung. Schlacken können ab­transportiert werden.

Das hier gezeigt Kurzprogramm dauert in etwa 15 Minuten. Bis zu sechsmal pro Woche empfehlen die Experten die Übun­gen durchzuführen. Denn: Je öfter, desto straffer!

Unser heutiger Extratipp:

Der unterstützende Straff-Smoothie

Der unterstützende Straff-Smoothie

Spezialtipp von Dr. med. Petra Bracht: ein entgiftender Smoothie zur Unterstützung des Straff-Effekts.
Zutaten/Zubereitung: 2 Hände voll grüner Blätter wie Babyspinat, zarte Grün­kohlblätter, Salatblätter, Wildkräuter
(Giersch, Brennnessel, Vogelmiere,Lindenblätter und -blüten, Löwenzahn, Spitzwe­gerich). 1 Handvoll Beeren wie Heidelbee­ren, Brombeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren, Preiselbeeren, 1 Apfel, 1/2 Avocado, 1 kleine Salatgurke, 1 Zitrone, 1 Orange, 7 Blätter frische Minze, je nach gewünschter Konsistenz Wasser hinzufügen. Im Hochleistungsmixer pürieren.
Tipp: Den Smoothie schluckweise trinken oder löffeln, damit er bestens verdaut wird.

 

Quelle: Gesund & fit | Ausgabe 30/2016 vom 1. August 2016