Rauchst du noch? Der einstige Trend im Check

Trends kommen und gehen, doch der Trend des Rauchens hat sich über die letzten Jahrzehnte hartnäckig gehalten.

Nicht vor allzu langer Zeit, konnte man noch in Restaurants, Büros oder sogar in Flugzeugen rauchen. Dank der Gesetztesänderungen im Jahr 2007 ist das schon länger passé. Wie sieht es seither mit dem Trend aus? Und gibt es auch andere Langzeitschäden, von denen niemand etwas mitbekommt? 

Rauchen zählt noch immer zu den größten (vermeidbaren) Todesursachen in den Industrieländern. Jeder weiß wie ungesund Zigaretten sind, welche Konsequenzen und mögliche Risiken das Rauchen hat. Dennoch ist die Sucht oft stärker als der Wunsch nach einem gesunden Leben. Doch das einstige Statussymbol verliert an Charme und Coolness. Woher der Umschwung? Liegt das an dem plötzlichen Bewusstsein für die eigene Gesundheit? Zumindest bei den Jugendlichen ist das sekundär. Eine Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bestätigt, dass das soziale Umfeld, also Familie und Freunde einen enormen Einfluss darauf haben ob der Jugendliche mit dem rauchen anfängt oder nicht. Umfrage zeigen, dass es cool ist der Zigarette zu widerstehen, man kann stolz auf sich sein. 

Der neue Trend heißt Nichtraucher. 

Die Statistiken bestätigen die Trendwende, vor allem bei den Jugendlichen. Ende der 90er Jahre rauchten noch 30 Prozent der 12- bis 17-Jährigen, heute sind es nur noch rund 10 Prozent. Auch jeder Zweite junge Erwachsene (18-25 Jahre) rauchte zu dieser Zeit noch, heute ist es jeder 3-4. Betrachtet man die Erwachsen in Deutschland sind es immerhin noch 23 Prozent (knapp ein Drittel) der Bevölkerung, die täglich zur Fluppe greifen. Das sind rund 12 Millionen Menschen, dabei liegen die Männer nur knapp vorne. 

Trendwende zur E-Zigarette

Die Tabakindustrie bemerkt natürlich den Rückgang in den Zahlen und hat sich ganz im Sinne des Zeitgeistes eine E-Variante der Zigarette überlegt. Vorreiter war einer der größten Tabakhersteller Philip Morris mit dem der E-Zigarette iQOS. Und der Trend bestätigt E – Zigaretten aber auch Wasserpfeifen sind auf dem Vormarsch. Das Problem dabei sind die unklaren langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen der inhalierten Substanzen. 

Kippen schlimmer als Plastik ?

Wie noch nie zuvor wird so heftig über den Plastikkonsum und die Umweltschäden gesprochen. Zum Glück, denn in unserem Denken und Handeln muss sich zum Wohl dieser Erde einiges ändern. Hast du dich schon mal gefragt, was eigentlich mit den Zigarettenstummel passiert, die man leichtsinnig auf die Straße weggeschnipst? 

Warum auch, aus den Augen aus dem Sinn. Oder vielleicht auch nicht?

Eine Studie zeigte auf, das etwa 4,5 Billionen Zigarettenstummel in die Umwelt treten und so systematisch alle Lebewesen, Pflanzen, Mikroorganimsen nachhaltig schädigen. Wenn die Kippen und der Filter zerfallen, geben sie ihre Gifte frei und werden in den Boden, ins Grundwasser, in Flüsse oder ins Meer transportiert. Damit sind die Kippenreste weltweit das häufigste Abfallprodukt.

Die WHO schätzte 2015, dass die Tabakfabriken in den vergangenen 20 Jahren 45 Millionen Tonnen festen Abfall, 6 Millionen Tonnen Nikotinabfall und 400.000 Tonnen chemischer Abfall entstanden sind. Dazu kommen andere toxische Nebenprodukte wie Ammonium, Aresen, Blei, Kupfer, Toluene, Methylethylketon oder Salzsäure. Ein gigantes Sondermüllproblem. Dazu kommt die Problematik des Tabak Anbaus. Die WHO schätzt, dass rund 6500 Tausend Hektar Wald, jährlich allein für den Tabakanbau gerodet werden. 

Es ist also nicht nur ein gesundheitlicher Schaden des Menschen, sondern die Konsequenzen reichen bis zur nachhaltigen Gefährdung dieser Erde. Umweltbewusst leben bedeutet also auch ganz klar Nichtrauchen. Ist sowieso viel cooler und riecht besser.