Wie viel Tier steckt in deinen Beauty Produkten?

Hast du schon mal darüber nachgedacht ob deine Pflegeprodukte vegan sind?

Der Gedanke lohnt sich. Denn auch wenn viele Hersteller nun mit veganer Kosmetik werben, muss man genauer hinschauen, auch bei der Naturkosmetik. Ist nur weil vegan drauf steht auch vegan drin? Wir zeigen dir worauf du achten solltest.

Veganer Lifestyle

Mittlerweile leben allein in Deutschland ca. 1,3 Millionen Veganer, mit steigender Tendenz. Tolle neue Dokumentationen wie zuletzt The Game Changers (zu sehen bei Netflix) lassen das Bewusstsein für eine pflanzenbasierte Ernährung immer mehr in den Mittelpunkt bringen. Aber Vegan leben bedeutet nicht nur vegan zu essen, sondern auch im alltäglichen Lifestyle tierische Produkte zu vermeiden. Sprich keine Verwendung oder Tragen von Pelz und Lederwaren und auch Kosmetik zu benutzen, für die kein anderes Lebewesen leiden musste.

Da dieser “Trend” noch in seiner Entwicklung steckt und der Begriff Vegan geschützt ist, gibt es für die Industrie immer noch einige Schlupflöcher, die es erlauben nicht vegane Inhaltsstoffe zu verwenden.

Augen auf beim Einkauf & im Badezimmer

Deshalb ein Appell an das Mit- und Selbstdenken.
Nehme deine Produkte mal genau unter die Lupe und achte beim Neukauf auf folgende Dinge:

  1. Zertifizierte Siegel geben Sicherheit

    Wie bereits erwähnt, darf theoretisch vegan drauf stehen aber nicht vegan drin sein. Deshalb gibt es zertifizierte Gütesiegel, die dem Verbraucher die Sicherheit geben, dass das Produkt wirklich vegan ist.

    Die Vegane Blume


    Seit bereits 1990 zeichnet die Vegane Blume Lebensmittel und auch Kosmetikartikel aus. Die Kriterien um das Siegel für ein Produkt zu bekommen sind u.a. keine BEstandteile tierischer Produkte oder Verwendung von tierischen Materialien in der Produktion, gentechnisch veränderte Produkte müssen gekennzeichnet werden. Die Veganblume schließt allerdings nicht die biologische Qualität eines Produktes ein.

    Das Vegan-Label 

    Beinhaltet alle Kriterien der Veganblume und setzt zusätzlich voraus, dass die Verpackung frei von jeglichen tierischen Produkten und Hilfsmitteln. Tierversuche und Gentechnik sind verboten.

     

  2. Nutze Apps

    Ohne das Smartphone verlassen wir kaum einen Raum in der Wohnung, geschweige denn das das Haus zum Einkaufen. Es gibt mittlerweile viele sehr nützliche Applikationen, die einem das Leben erleichtern können. Vor allem bei der langen Liste an Inhaltsstoffen kann man schnell vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen. Wenn du dir hier unsicher bist, nutze eine der Apps, die den Strichcode des Produkts scannen und dir sofort eine Liste aufzeigen, welche Inhaltsstoffe vegan sind oder nicht.

    Wir empfehlen die Apps: Code – Check, Tox-Fox oder Haut.de. 

  3. Qualität über Quantität

    Wenn wir uns sicher sind, dass nicht nur vegan drauf steht, sondern auch vegan drin ist. Gilt es im nächsten Schritt zu schauen, welche Inhaltsstoffe sind in dem veganen Produkt enthalten und für welche Qualität stehen diese. Denn die veganen Alternativen sind zwar Tierfrei, allerdings können sie enorm der Umwelt schaden wie es bei Palmöl zum Beispiel der Fall ist. Durchaus sind manche Produkte etwas hochpreisiger als die typische Nivea Creme. Aber sei dir auch hier bewusst, was du auf deine Haut wirklich auftragen willst und welche Einflüsse die Inhaltsstoffe haben. Die oben genannten Apps geben dir Auskunft über hormonverändernde Substanzen in Kosmetika.

    Achte deshalb darauf, dass in deinen Produkten keine Mineralöle, Palmöl, Paraffine oder Silikone enthalten sind, da diese nicht nur deinen Körper und deine Haut schaden, sondern auch die Umwelt belasten.

  4. Vegan aber ethisch korrekt?

    Was uns noch am Herzen liegt, ist es nicht nur auf vegane Produkte zu achten, sondern auch dass Unternehmen und deren Produkte zu meiden die immer noch Tierversuche durchführen. 2013 hat die EU ein Verbot für Tierversuche ausgesprochen, dennoch gibt es Schlupflöcher für Konzerne, die es ermöglichen weiter Kosmetika und co. an Tieren zu testen. Die Organisation PETA geht aktiv dagegen vor und fordert die EU-Kommission auf, keine Tierversuche für kosmetische Inhaltsstoffe zuzulassen. Hier kannst du die Petition unterstützen.  

 

Einen umfassenden Überblick verschafft dir auch die PETA Liste für Kosmetik ohne Tierversuche.

Du kannst auf all das auch verzichten, indem du deine Beauty Produkte einfach selbst herstellst. Das ist gar nicht so aufwendig, wie es sich zunächst anhört, macht Spaß und hilft dir und der Umwelt. 

Wir haben in diesem Blogbeitrag einige tolle Rezepturen für dich, wie du Bodycreme, Deo und co. selbst herstellen kannst. 

Nachhaltig und vegan.