So kommst du mit viel Energie durch den Winter!

Der Winter bricht ein und ganz natürlich sehen wir uns nach Tee, Suppen, Eintöpfen und Gerichten, die uns von Innen wärmen und das Verlangen nach frischer Rohkost wird geringer.

Doch gerade in den kalten Monaten, wo unser Immunsystem von Innen gestärkt werden sollte, ist es wichtig auf eine ausreichende Nährstoffversorgung zu achten. 

Klein und unscheinbar kommen sie daher. Dass aus ihnen etwas Großes erwächst, ahnen die wenigsten. Sprossen und Keimlinge werden immer noch unterschätzt – dabei sind sie wahre Kraftpakete. Ihre hohe Konzentration an Vitaminen und Mineralstoffen übersteigt diejenige von ausgewachsenen Pflanzen meist um ein Vielfaches.

Wenn ein Samenkorn keimt, wird in ihm ein Wachstumsprozess gestartet, der verschiedene Stoffwechselvorgänge im Innersten des Korns in Gang bringt. Diese lassen das Korn in nur weniger Zeit zu einer gesunden und kraftvollen Pflanze heranwachsen. Die Vorgänge, die in dem Korn stattfinden, gleichen einem Wunder. In dem Moment, in dem der Keim spriesst, ändert sich nämlich die Zusammensetzung der Proteine.

Einfach mal die Kresse halten!

Es entstehen essenzielle Aminosäuren und gesunde Vitalstoffe — darunter Vitamin B1, B2, C und E u.v.m. sowie Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen, Kalzium und Zink –, die Keimlinge zu einer hervorragenden Nährstoffquelle machen. Dadurch, dass sie in den meisten Fällen roh verzehrt werden können, behalten Keimlinge ihre Nährstoffdichte, die durch den Kochvorgang ansonsten zerstört würde.

Doch nicht nur der hohe Gehalt an Vitalstoffen macht sie für viele gesundheitsbewusste Menschen seit einiger Zeit immer attraktiver. Auch für den eigenen Anbau braucht es nicht viel. Um die kleinen Wunderwerke auf der Fensterbank selbst zu ziehen, benötigen Sie nur Wasser, Licht und etwas Zeit.

Ganz einfach selbst machen

Im Bioladen deines Vertrauens findest du für den Beginn Sprossenmischungen, die dieselbe Keimdauer haben und auch geschmacklich aufeinander abgestimmt sind. So gibt es süßlich, nussig, und leicht scharf schmeckende Sprossen, die sich mit unterschiedlichen Speisen kombinieren lassen.

So ziehst du deine ersten Sprossen ganz einfach selbst:

  • Weiche die Sprossenmischung für einige Stunden in einem Glas mit Wasser ein.
  • Wasche die Mischung anschließend mit frischem Wasser ab und füllen sie in ein Keimglas. Wenn du kein richtiges Keimglas zuhause hast, kannst du auch ein sauberes Einmachglas verwenden.
  • Je nach Sorte, sollten die Keimlinge ein- bis zweimal pro Tag gründlich gespült werden..
  • Lasse das Wasser dabei jedesmal durch ein Sieb oder ein Fliegengitter ablaufen, das du vor das Glas spannst.
  • Stelle das Glas an einen hellen Ort, jedoch nicht in die pralle Sonne. Zwar wachsen die Sprossen nur mit Wasser und Licht, doch die Feuchtigkeit und Wärme können dazu führen, dass sich schnell Schimmel bildet. Dies solltest du unbedingt vermeiden. Spüle deshalb lieber einmal mehr, statt einmal zu wenig.
  • Nach nur wenigen Tagen wachsen aus den Keimen bereits grüne Sprösslinge, die dz dann nach Belieben verzehren kannst. Vor dem Verzehr solltest du diese noch einmal ordentlich abspülen.

Ob als Brotbelag, in Aufstrichen, Burger-Patties und Keksen oder als Topping zu Suppen und Salaten: Deiner Phantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt. Auch für ein wertigeres Frühstück, das reich an Proteinen und leicht verdaulichen Kohlenhydraten sein soll, eignen sich beispielsweise gekeimter Buchweizen, Dinkel, Weizen und Nüsse bestens. Durch die mit Wasser vollgesogenen und damit weichen Körner, ist Getreide für uns Menschen besser verdaulich und Nährstoffe können besser aufgenommen werden.

Mache Sprossen und Keimlinge zu einem zentralen Baustein in deiner Ernährung und habe somit viele Nährstoffe und somit Energie, um in den Wintermonaten gesund zu bleiben. Insbesondere die sekundären Pflanzenstoffe helfen dir dabei, entzündliche Zustände in deinem Körper abzubauen und vorzubeugen.

Und falls dich doch was erwischt hat: warm einpacken, ab ins Bett und viel Schlafen. Mit einer Erkältung oder sogar Grippe sind wir hochansteckend und haben auf der Arbeit nichts verloren.