Warum Sport alleine nicht ausreicht um fit zu sein

Es gibt unendlich viele verschiedene Meinungen zu Bewegung, Sport, Ausdauer- oder Krafttraining, Dehnen ja oder nein.

Klar ist, dass es keine falsche Bewegung gibt und jede Treppenstufe schon besser ist, als das Benutzen des Fahrstuhls, und jeder Weg zum Fitnessstudio besser, als den Abend faul auf der Couch zu verbringen. 

Man kann beobachten, dass früher oder später, ein jeder von uns mal ein jeder Schmerzen hat. Ob es die typischen Verspannungen sind oder die lang anhaltenden Rückenschmerzen. Kaum einer in kaum einem Alter bleibt verschont, so scheint es.

Es lässt sich vermuten, dass es nicht nur die Bewegung ist, die uns fit und schmerzfrei hält. Betrachtet man die Schmerzentstehung im Körper, steht vor allem unsere moderne Lebensweise im Vordergrund. 

Diese führt nämlich dazu, dass Muskeln und Faszien immer höhere Spannungen erzeugen. Die daraus resultierenden zu hohen Druckkräfte in den Gelenken und der Wirbelsäule drohen, unsere Knorpel und Menisken zu schädigen. Unser Körper hat ein ausgeklügeltes System entwickelt, das uns in solchen Fällen warnt. Er schaltet sogenannte Alarmschmerzen, um starke Schädigungen zu verhindern — oder falls diese schon eingetreten sind, Folgeschäden zu vermeiden.

Aber warum können völlig unsportliche Menschen, die zu viel sitzen und sich kaum bewegen, exakt die gleichen Schmerzen entwickeln, wie sportlich sehr aktive Menschen? Das kann doch eigentlich nicht sein.

Der Körper des Inaktiven entwickelt sich doch anders als der des Sportlers oder gar des Leistungssportlers, oder etwa nicht?

“Sport ist Mord”?

Die Realität zeigt jedoch nicht nur, dass beide Gruppen oft die gleichen Schmerzen haben, sondern darüber hinaus, dass die Beschwerden umso stärker ausfallen, je mehr Sport betrieben wird. Alle Couchpotatoes freuen sich: Ist “Sport doch Mord”?

Und was bedeutet es, dass es die Sportlerleiste, das Joggerschienbein, das Läuferknie, oder den Tennis- und Golferellenbogen gibt? Beweist das nicht, dass Sport zwangsläufig zu Schmerzen führt?

Zu hohe Spannungen der Muskulatur als Ursache von Schmerzen

Die Hauptursache der zu hohen Spannungen ist der unzureichende Gebrauch aller Gelenkwinkel. Wenn ich den Ellenbogen nicht mehr regelmäßig bis zum Anschlag strecke oder beuge, dann verfilzen die Faszien und Kontraktionen der Muskeln. Diese Programme werden nicht mehr gelöscht. Da die Menschen im Alltag durchschnittlich nur noch etwa 10 Prozent (!!!) der von Natur aus möglichen Gelenkwinkel nutzen, ist die Schmerz-Entstehung bei der unsportlichen Gruppe klar nachvollziehbar. 

Doch was ist mit der Sportlergruppe? Sportler trainieren natürlich sehr spezifisch, denn sie möchten ihren Sport ja bestmöglich praktizieren. Die Läufer rennen, die Fußballer schießen, die Handballer werfen, die Tennisspieler schlagen ihre Bälle und die Golfer schwingen ihre Schläger. Sportler führen vor allem die Bewegungen aus, die zu ihrem Sport gehören. Je besser sie sein wollen, umso mehr trainieren sie. Dabei üben sie immer sportartspezifisch immer dieselben einseitigen Bewegungen aus. Sind sie Leistungs- und Profisportler mit großen Ambitionen, dann wird es noch extremer. 

Je nach Trainingsintensität entstehen bei Sportlern dadurch die gleichen oder eben noch höhere Spannungen, Schmerzen und Verletzungen, wie bei sportlich Untätigen. Ein absolute “Sportlerfalle”.

Was ist die Lösung und wie kann man der Falle ausweichen? 

Die Ursache dieser Fehlentwicklungen ist, dass Menschen eigentlich auch für “unspezielle” Bewegungsmuster “konstruiert” sind. Wir sollten also nach Möglichkeit dafür sorgen, dass wir regelmäßig alle Arten von Bewegungs- und Gelenkwinkeln einnehmen.

Treiben wir Sport, nutzen wir insbesondere die sportartspezifischen Bewegungsmuster und lassen andere Bewegungsradien dafür weg. Ergänzt man also diese eingeschränkten Bewegungsmuster durch gezielte Nutzung der fehlenden Winkel — beispielsweise mit den passenden Engpassdehnungen — verschwinden die Schmerzen. Die Folge: Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit steigen, während gleichzeitig die Verletzungsanfälligkeit rapide sinkt. 

Was ist also die Lösung?

Ganz klar. Eine regelmäßige ausgeglichene Bewegung kombiniert mit gezielten Dehnungübungen, die vor allem die Winkel die vernachlässigt werden, ausgleichen.

Schau doch mal auf unserem youtube Kanal vorbei, dort findest du genau solche Übungen, eingebettet in einen schönen Flow für deine Routine für mehr Fitness, mehr Energie und weniger Schmerzen. 

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