Automimmunerkrankungen – Wenn der Körper gegen sich kämpft

Weltweit sind ca. 5-8% von ca. 80 – 100 verschiedenen Autoimmunerkrankungen betroffen, womit sie nach den Herz Kreislauf – und Tumorerkrankungen die dritthäufigste Gruppe bilden.

Multiple Sklerose, rheumatoide Arthritis, Hashimoto-Schilddrüsenunterfunktion, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, sowie Diabetes Typ-I sind die häufigsten und meist erforschten Krankheiten in der Gruppe der Autoimmunerkrankungen. 

Insgesamt leiden etwa 3 Prozent der deutschen Bevölkerung an einer solchen Erkrankung. Zwar sind die Auswirkungen der jeweiligen Krankheitsbilder sehr unterschiedlich, man geht aber davon aus, dass sie eine gemeinsame Ursache haben, da ihnen allen der gleiche destruktive Vorgang gemeinsam ist: Das körpereigene Immunsystem greift den eigenen Körper an und zerstört dessen Strukturen. Die faszinierenden immunologischen Strategien, die Tag für Tag für unser Überleben sorgen, richten sich plötzlich gegen uns selbst.

Wie kann das sein?

Noch immer zählen die Autoimmunerkrankungen als ein ungelöstes Rätsel. Die Wissenschaft forscht in alle Richtungen und einige spannende Studien liefern unterschiedliche Hinweise. 

Man hat nachgewiesen, dass Autoimmunerkrankungen mit zunehmendem Abstand vom Äquator immer häufiger werden. Bereits seit 1922 ist bekannt, dass zum Beispiel MS im hohen Norden 100 Mal häufiger vorkommt als am Äquator. Könnte also ein Zusammenhang mit verminderter Sonneneinstrahlung und daraus resultierendem Vitamin-D-Mangel bestehen?

Im New England Journal of Medicin wurde 1992 veröffentlicht, dass alle 142 an Diabetes Typ 1 erkrankte Kinder einer Kontrollgruppe einen hohen Antikörperspiegel auf unverdaute Kuhmilcheiweiße aufwiesen. In Finnland wo hohe Mengen davon konsumiert werden, tritt diese Krankheit 36 mal häufiger auf als in Japan, wo die Nahrung nur geringe Mengen davon enthält. Auch eine Untersuchung die über 14 Jahre in zwölf Ländern durchgeführt wurde, zeigt dass Diabetes-TYP-1-Erkrankungen mit der Häufigkeit des Kuhmilchkonsums zunahmen. Im Gegensatz dazu zeigen Studien, dass Menschen, die nur geringe Mengen an gesättigten Fetten, wie sie im Fleisch vorkommen zu sich nehmen und deren Nahrung überwiegend aus ballaststoffreichen pflanzlichen Anteilen besteht, seltener an Autoimmunerkrankungen leiden.

Leider finden solche Forschungsergebnisse in der herkömmlichen Medizin noch viel zu wenig Beachtung. Man sucht dort, wie gewohnt, verantwortliche Genome oder Viren, um diese dann medikamentös „besiegen“ oder beeinflussen zu können. 

Wo liegen die Ursachen ?

Die Entstehung einer Autoimmunkrankheit hat sicherlich viele Ursachen. Die Bio-Logik legt nahe, dass es nachvollziehbare Gründe für diese Reaktion des Körpers gibt. Könnte es sein, dass wir Menschen heute über unsere Ernährung so viele Stoffe, tierische Eiweiße mit Hormonen und Futterzusatzstoffen, industriell veränderte Nahrung, Konservierungsmittel, Düngemittelrückstände, Geschmacksverstärker usw. – zu uns nehmen, die der Körper als Bedrohung interpretiert, weil er sie mangels genetischer Anpassung nicht identifizieren kann, so dass die Immunpolizei nicht mehr Freund und Feind unterscheiden kann?

Fakt ist, dass die Entstehung einer solchen Erkrankung immer ein Zusammenspiel aus vielen unterschiedlichen Komponenten ist, also multifaktoriell. Zugrunde liegt ein immunologisches Ungleichgewicht, welches eine verringerte Toleranz aufweist. Darauf wirken dann Faktoren wie Stress, Umwelteinflüsse , ungesunder Lifestyle, Medikamente, Viren, Bakterien, genetische Faktoren.

Hashimoto beispielsweise, ist die häufigste Autoimmunerkrankung. Frauen erkranken wesentlich häufiger als Männer. Bis heute kennt die Medizin nicht die Ursache dieser Krankheit. Eine mögliche familiäre Disposition sei nicht auszuschließen. Sie gilt als unheilbar und geht mit einer lebenslangen Einnahme von Schilddrüsenhormonen einher.

Unsere Schilddrüse produziert die lebensnotwendigen Hormone, die für alle Stoffwechselvorgänge unseres Körpers verantwortlich sind. Bei Hashimoto greift unser eigenes Abwehrsystem Schilddrüsenzellen an. Eine chronische Entzündung entsteht, bei der die Zellen untergehen. Es kommt zur Unterfunktion mit den typischen Symptomen. Abgeschlagenheit, Gewichtszunahme, Verstopfung, depressive Verstimmung und Kälteempfindlichkeit.

Hashimoto-Patienten sind mit Selen unterversorgt. Selenmangel hindert die Schilddrüse an ihrer Arbeit, denn dieses Spurenelement steuert die Aktivität der Schilddrüsenhormone. Es wandelt Thyroxin (T4) in das aktive Hormon Trijodthyronin (T3) und hemmt ein zu Viel davon, in dem es das Hormon in das inaktive Dijodthyronin (T2) umwandelt. Außerdem neutralisiert Selen die freien Radikale, die während der Hormonproduktion entstehen. 

Freie Radikale sind Mitverursacher von Dauerentzündungen. Eine ausreichende Selenversorgung kann diese Entzündungen beenden. Die Schilddrüse kann dann wieder normal arbeiten und ist in der Lage, neue Zellen zu bilden. Die beste Quelle an ausreichend Selen zu gelangen ist der Verzehr von drei Paranüssen täglich.

Ausblick

Schon im Jahr 2000, als der genetische Code entschlüsselt worden war, dachten alle: Jetzt sind die Krankheiten besiegt. Doch was ist seitdem passiert? Krebs, Autoimmunerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Alzheimer und viele weitere Krankheiten nehmen weiter zu. Die ausufernden Schmerzen am ganzen Körper sind keineswegs besiegt — sie verbreiten sich sogar immer mehr.

Einige Zeit vor seinem Tod sollte Steve Jobs gesagt haben: “Entweder bin ich der erste Mensch, der wegen der Möglichkeiten der digitalisierten Medizin nicht mehr an Krebs sterben muss, oder einer der Letzten, die daran sterben.” Was meinte er damit wohl? Er konzentrierte sich darauf, seinen Krebs bis in die kleinste Struktur zu erfassen, um ihn erstmals auf genetischer Ebene gezielt therapieren zu können. Leider gelang es ihm nicht, weil die Rechenkapazitäten der Computer noch nicht ausreichten. Dies ist nun einige Jahre her. Inzwischen explodiert die Leistungsfähigkeit der Datenverarbeitung. In diese Forschungen involvierte Fachleute kritisieren mittlerweile Therapien wie die Chemotherapie. Sie sei völlig ungeeignet, das Krebsproblem zu lösen. Eines ist klar: Was sich vom Silicon Valley bis zum Krebszentrum in Heidelberg seit einigen Jahren entwickelt, wird auch die Medizin komplett auf den Kopf stellen.

Super spannend dabei: Die durch digitale Prozesse genau erfassbare Biologie zielt immer mehr auf die Aktivierung der Selbstheilungskräfte ab.  Iss bewusst, bewege dich qualitativ hochwertig und achte auf eine gute psychische Verfassung. So werden deine Selbstheilungskräfte, die momentan durch unsere Lebensführung auf geschätzte zehn Prozent der genetisch “eingebauten” unterdrückt werden, ebenso explodieren wie die Rechnerleistung der Computer.

Die Zukunftsmedizin wird beweisen, dass der Mensch sich selbst am besten heilen kann. Viele Krebsforscher glauben bereits heute: Der vielversprechendste Weg Krebs zu besiegen, bestünde darin, das Immunsystem des Menschen so tatkräftig wie möglich zu unterstützen. Dies sollte irgendwann so weit gehen, dass der Körper die Krebszellen selbst vernichten kann. Und so kann es irgendwann auch mit der Heilung von Autoimmunerkrankungen geschehen.