Das Karma-Konzept: Wir ernten, was wir säen!

Das ist “gutes” oder “schlechtes Karma”, lässt sich leicht sagen. Aber was hat es eigentlich mit dem Konzept des Karma auf sich?

Wörtlich bedeutet Karma Handlung oder Tat. Aber dabei bleibt es nicht. Karma ist ein umfassendes Konzept, welches eine große Lektion mit sich trägt. Unsere Handlungen haben Konsequenzen. Jeder einzelne von uns verfügt über die Fähigkeit in seinem Willen, frei sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Also durch seine Handlungen seine Zukunft zu beeinflussen. Uns wird die Verantwortung in die Hand gegeben eine Handlung oder einen Gedanken zuzulassen oder eben nicht. Einige ruhen sich auf der Karma Aussage aus, andere halten es für Humbug, wieder andere sehen darin ihr Lebenskonzept. 

Den Ursprung findet sich, vor mehr als 2000 Jahre, als eine der ältesten spirituellen Lehren, in Indien. Die östlichen Philosophien und Religionen stellen Karma und auch die Wiedergeburt nicht in Frage, im Gegenteil, sie gehören zum festen Bestandteil der weltlichen Ansicht, quasi als physisches Naturgesetz.

Ursache & Wirkung

“Wir ernten was wir säen”, ist uns geläufig. Das wohl bedeutendste Gesetz des Karma ist die Verbindung von Ursache und Wirkung. Entsprechend wird jede Handlung, ob mental oder physisch, eine Folge mit sich bringen.
Der tiefe Ursprung lässt sich im Glauben an Samsara, also der Kreislauf von Reinkarnation, finden. Denn die Folge von Ursache und Wirkung muss nicht zwingend in unserem gegenwärtigen Leben geschehen, sondern kann sich auch zu einem späteren Zeitpunkt in unserem oder einem späteren Leben manifestieren.

Zum Verständnis wird Karma in drei Arten gegliedert: 

  1. Sanchita Karma
    Karma Pool, den wir angesammelt haben in einer riesigen Anzahl von Leben, gespeichertes Karma.
  2. Prarabda Karma
    Karma, das wir und vor der Geburt in dieses Leben zum Ausleben innerhalb dieses Lebens aus dem Sanchita Karma herausgepickt haben, dieses Karma ist bereits aktiv.
  3. Agami Karma
    Karma, das wir während unseres Lebens, während des Auslebens von Prarabda Karma, neu ansammeln. Agami Karma kommt entweder in diesem Leben schon zum Einsatz „instant karma“, oder es wandert in den Karma Pool des Sanchita Karma und kommt erst in späteren Leben zum tragen.

(Quelle: https://wiki.yoga-vidya.de/Karma_Yoga)

Karma Konto

In Folge des Karma Konzepts laden wir unser Karma Konto jeden Tag, jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde auf. Wie bei einem normalen Girokonto kann man auch beim Karmakonto  in die karmischen Schulden geraten, die durch positive harmonische Taten und Gedanken wieder ausgeglichen werden können. Vielleicht darf man diese Aussage nicht zu überdramatisieren, schließlich sind Gedanken auch nur Gedanken mit denen wir uns nicht zu einhundert Prozent identifizieren sollten. Letztlich geht es darum ob dieser Gedanke angenommen oder verworfen wird. Deine eigene freie Entscheidung.  Denn die Lehre des Karmas nimmt in Sachen Schicksal und ”du bist deines Glückes Schmied” schon eine konsequente Position ein. Es lässt nach der Lehre keinen Raum für Willkür und Widerstandslosigkeit von außen oder eben von oben. 

Karma YOGA

Das Karma Yoga ist eine der sechs Wege des Yoga. Es wird auch als “Yoga der Tat” oder “Yoga des selbstlosen Dienens” bezeichnet und nicht auf der Matte, sondern “off the mat” praktiziert. Karma Yoga bedeutet seinen Dienst freiwillig anbieten, ohne Lob, Geld oder ähnliches im Gegenzug zu erwarten. Die Lehre sagt, dass durch Karma Yoga, schlechtes Karma bereinigt werden und gutes Karma gesammelt werden kann. Das Herz wird gereinigt und Negativitäten, wie Egoismus, Hass, Eifersucht beseitigt. Was bleibt ist Toleranz, Demut und Liebe.

 

Aufgabe für dich 

Karma Yoga kann immer und überall geschehen. Einfach mal kommentarlos den Abwasch machen, Müll auf der Straße aufheben, seine Hilfe jemandem anbieten, und und und
Achte auch mal darauf und schaue wie du etwas mehr Karma Yoga in deinenem Leben platzieren kannst. Abgesehen vom Karma Konto im Hinterkopf, macht es Spaß und gute Laune anderen Menschen und der Umwelt etwas gutes zu tun. 

Karma eben 🙂 

 

„Gibt es eine Maxime, die die Grundlage für alle Handlungen im Laufe des Lebens sein sollte?
Sicherlich ist es die Maxime des Mitgefühls: Tu anderen nicht das an, von dem du nicht möchtest, dass man es dir zufügt.“

Konfuzius