Wie funktioniert Saftfasten? Der Gesundheitstrend im Test!

Hochmotiviert starten wir ins neue Jahr und wollen unserem Körper etwas gutes tun. Saftfasten erscheint da als eine gute Möglichkeit, denn die frischen Säfte verfügen über alles, was der Körper so braucht.  

In hoch qualitativer und reiner Form werden die Enzyme, Mineralien, Spurenelemente, Vitamine und Mikronährstoffe aus dem Obst und Gemüse direkt in unsere Zellen befördert. Dass das nicht von Vorteil ist, liegt auf der Hand. Denn selbst wenn man sich sonst eigentlich ganz gut ernährt, funktionieren oft Verdauung, Entgiftung und Stoffwechsel nur schleppend. Das passiert häufig, wenn die Organe durch alte oder auch bestehende schlechte Gewohnheiten wie Bewegungsmangel, zu viel Stress oder eben eine schlechte Ernährung, nicht optimal funktionieren.

Mit einer Saftkur oder dem Saftfasten wird der Körper einmal durchgespült und die Entgiftungsorgane Leber, Galle, Niere laufen auf hochtouren. Der Magen Darmtrakt geht in den Urlaub und erholt sich mal richtig. Blähbauch und Völlegefühl adé. Wer darunter leidet, hat mit einer Saftkur vielleicht die Lösung gefunden, einen Versuch ist es Wert! Nach der Saftkur können die Nährstoffe aus der gesunden Nahrung wieder gut aufgenommen und verarbeitet werden und unsere Geschmacksnerven erleben kulinarische Hochgenüsse.

Vor allem eignet sich das Saftfasten, wenn man alten Ballast hinter sich lassen möchte, offen ist für neue positive Gewohnheiten und ein neues Bewusstsein zum Essen erlangen möchte. Man wird zu Beginn auch Gewicht verlieren, was vor allem an der Entwässerung des Körpers liegt. Wenn dein Ziel ist, langfristig eine Gewichtsreduktion zu erreichen, nutze das Saftfasten als Kickstart, um mit einem neuen Körpergefühl deinem Ziel ein Stückchen näher zu kommen. Aber Vorsicht: Das “Fastenbrechen” ist die höchste Kunst des Fastens. Hier gilt es, langsam, bewusst und schonend wieder zurück in den “normalen” Essensrhythmus zu kommen.

Schritt 1: Vorbereitung

Zum Entsaften benötigst du ganz richtig einen Entsafter. Falls du keinen besitzt und trotzdem dem Saftfasten eine Chance geben möchtest, kannst du auch alternativ die Zutaten in einem Mixer pürieren und den Smoothie durch ein Nusssieb auswringen. So bekommst du nur die Flüssigkeit der Zutaten. Wir haben es ausprobiert und diese Variante funktioniert auch wunderbar.

Achte darauf, dass du in der Woche vor der Saftkur langsam dein Essverhalten beobachtest und reduziere langsam Zucker, Weizen, tierische Eiweiße, Alkohol, Koffein sowie Nikotin.

Du kannst als Einstieg einen Tag lang Saftfasten ausprobieren oder direkt mit drei Tagen starten. Wir wagen uns an die 5 Tage heran, denn je länger, desto wirksamer. Wenn du noch nie eine Saftkur gemacht hast, empfehlen wir dir mit 3 Tagen zu starten und weitere 2 Tage Suppen und Smoothies zu verzehren.

Schritt 2: Achte auf die richtigen Zutaten

Generell kann alles, was Obst und Gemüse ist, entsaftet werden. Wir haben am ersten Tag gemerkt, dass Bananen nicht so gut funktionieren, aber lasse deiner Kreativität freien Lauf und trinke dich einmal durch die Farbpalette. Bei der Zusammensetzung der Säfte solltest du ca. 1/3 Obst und 2/3 Gemüse verwenden. Dadurch wird dein Blutzuckerspiegel stabiler gehalten. Ein hoher Anteil an Blattgrün ist aufgrund des Chlorophylls sehr wertvoll, denn der natürliche Farbstoff hydriert deine Zellen und reinigt das Blut. Deinen Stoffwechsel kannst durch Fenchel, Stangensellerie und Kräuter anregen, Leber und Niere profitieren auch davon, sowie von bitteren Blattsalaten wie zum Beispiel Radicchio.

Schritt 3: Was zu beachten ist

Damit das Saftfasten auch seine volle Wirkung entfalten kann, gibt es ein paar Dinge die du in dieser Zeit beachten solltest.

Trinke zwischen deinen Säften viel Wasser und ungesüßte Tees um genug Flüssigkeit für den Entgiftungsprozess aufnehmen zu können. Warme Gemüsebrühe ist nicht erlaubt, da in der Brühe ein zu hoher Anteil an Salzen ist. Bewegung ist nicht nur erlaubt, sondern auch sehr zu empfehlen, um den Stoffwechsel anzukurbeln und die Giftstoffe werden durch die Bewegung besser aus dem Körper abtransportiert. Achte auf deinen Körper, was er braucht und was ihm guttut. Vielleicht ist es nicht unbedingt das Joggen oder der Kraftsport, sondern entspannte fayo Übungen.

Wenn du deine Säfte selbst zubereitest, versuche sie möglichst direkt nach dem entsaften zu trinken. Falls du dir mehrere Portionen für den Tag vorbereiten möchtest, gebe Zitrone dazu und/ oder ein paar Tropfen Leinöl, um die Nährstoffe zu konservieren. Natürlich kannst du in deinem Café des Vertrauens auch zwischendurch Säfte zum Mitnehmen kaufen, meide jedoch die herkömmlichen Säfte aus dem Biomarkt, da diese nicht kaltgepresst sind und entsprechend keine Rohkostqualität aufweisen.

Schritt 4: Vorgehensweise

Je nach deinem Bedarf solltest du am Tag zwischen 2 und 3 Liter Saft trinken und zwischendurch immer mit viel Wasser und Tee ergänzen.

Wir starten jeden Morgen mit 0,5l  purem Selleriesaft. Denn Selleriesaft hat eine Wahnsinns Kraft und jede Menge gesundheitliche Vorteile. Der Amerikaner Anthony William hat in den sozialen Netzwerken eine riesige Bewegung ausgelöst, die wir für gut bekennen und gerne mitmachen. Denn Sellerie hat eine hohe entzündungshemmende und antioxidative Wirkung, weist einen hohen Vitamin C und E Gehalt nach, ist reich an Kalium und Eisen, entspannt die Nerven, klärt Hautprobleme, senkt den Blutdruck, fördert den natürlichen Entgiftungsprozess und untersetzt die Vitamin B12 und Zink Aufnahme.

Anthony William empfiehlt (abgesehen von der Zeit des Saftfastens) ca. einen halben Liter Selleriesaft jeden Morgen auf nüchternen Magen zu trinken. Für eine Portion benötigst du eine ganze Staude Sellerie (variiert etwas nach der Größe des Sellerie und dem Output deines Entsafters).

Schritt 5: Leg’ los

Aktiviere deine komplette Willenskraft und starte in deine Saftfasten-Tage. Schreibe dir auf warum du die Kur machen möchtest, was deine Ziele sind, klebe dir Post it in die Wohnung, die dich immer wieder an deine Motivation erinnern und eliminiere mögliche Versuchungen aus deinem Kühlschrank 😉

 

In unserem Podcast Health up your life berichten wir über unsere Saftfastenerfahrung. Schreibe uns gerne Kommentare und Teile auch deine Erfahrungen mit uns.