Deine Anleitung für mehr Achtsamkeit im Alltag:

1. Achtsamkeitspausen im Alltag

Dein Atem ist der beste und stabilste Anker, der dich komme was wolle zurück in die Gegenwart holt.

Richte deinen Fokus im Laufe des Tages immer wieder auf deinen Atem. Achte für eine Minute auf den Luftstrom, der deine Nasenspitze bei jedem einatmen und jedem ausatmen berührt. Du kannst deine Augen dabei geöffnet oder geschlossen halten.

Diese Übung kannst du überall machen, während du in der U-Bahn fährst, am Arbeitsplatz bist oder abends im Bett liegst.

2. Eins nach dem Anderen

Gewohnheiten manifestieren sich in unserem handeln und Erleben. Schaffe dir  eine neue Gewohnheit, in der du das was du gerade tust mit allen Sinnen beobachtest.

Wenn du abwäschst, spür wie sich das Wasser auf deiner Hand anfühlt und wie es sich anhört, wenn du das Geschirr abstellst.

Wenn du spazieren gehst, achte bewusst auf deine Umgebung, auf das Licht und auf die Luft.

Wenn du isst, iss mit all deinen Sinnen und nimm jeden Bissen ganz bewusst wahr.

Wenn du mit Menschen, die du liebst, Zeit verbringst, mach dein Handy aus.

3. Höre zu

Oft kommt das was wir sagen, bei unserem Gegenüber anders an. Die Qualität des Gesprächs hängt oft davon ab was wir tatsächlich hören wollen. In solchen Gesprächssituationen sind wir selten präsent und lassen uns schnell von dem inneren Dialog mit uns selbst ablenken. Zuhören bedeutet vielmehr als nur die Worte zu hören, die der Andere sagt. Es vermittelt auch Respekt und Aufrichtigkeit.

Je mehr Aufmerksamkeit du deinem Gesprächspartner also schenkst und bewusst zuhörst, umso eher wird euer Gespräch eine ganz neue Tiefe erreichen.

4. Entschleunige

Mach mal langsam, wo willst du eigentlich hin? Unser Lebenstempo ist so rasant geworden, ständige Erreichbarkeit ist ein Muss, Multitasking die Norm. Finde deinen Weg Morgens den Tag mit Ruhe zu beginnen. Nimm dir Zeit für deinen ersten Kaffee oder Tee, schreibe ein paar Zeilen auf was am heutigen Tag erledigt werden soll und meditiere. Starte den Tag nicht in Eile sondern in Ruhe und Gelassenheit, dieses Gefühl wirst du mit in den Alltag nehmen.

5. Werde der Beobachter deiner Gedanken

Im Schnitt denken wir am Tag zwischen 60 000 und 70 000 Gedanken. Ist das nicht der Wahnsinn? Stell dir vor du würdest jeden einzelnen Gedanken ernst nehmen. Wir würden verrückt werden. Was wir allerdings machen können, ist die Gedanken zu betrachten und zu schauen was diese in uns auslösen. Ohne Bewertung, einfach wahrnehmen, was gerade im Kopf los ist. Wo bist du gerade mit deinen Gedanken? Vielleicht kannst du dadurch Abstand zu einem Gedanken finden oder ihn durch einen positiven Gedanken ersetzen.

Im nächsten Schritt löse dich und lass den Gedanken weiterziehen. Komme zurück zu deinem Fokus.

„Dein Verstand ist ein Instrument, ein Werkzeug. Er hat seinen Nutzen bei bestimmten Aufgaben, und wenn die erledigt sind, schaltest du ihn wieder ab. In Wirklichkeit sind achtzig bis neunzig Prozent des Denkens der meisten Menschen nicht nur nutzlos und repetitiv, sondern oft so gestört und negativ, dass sie geradezu schädlich wirken“. – Eckhart Tolle

Achtsamkeit ist dein Tool, um im Alltag immer mal wieder inne zu halten und zu schauen, wo die eigenen Gedanken gerade sind und ob du sie da haben möchtest. Vertraue deiner Intuitionen und hör auf dein Bauchgefühl. Übernehme selbst die Verantwortung für dein tun und verfalle nicht in den Automatismus, der dich wie einen Roboter im Alltag agieren lässt. Sei proaktiv und selbstbestimmt in deinem Leben und belohne dich mit kleinen Achtsamkeitrituale.

Tipp: Post-it an den Badezimmerspiegel, an den Kühlschrank oder an den PC erinnern dich an deine Achtsamkeitspause.

Buchtipp: Vertiefe dein Wissen. Es gibt jeder Menge sehr gute Literatur rund um Achtsamkeit und Meditation wie beispielsweise die Standardwercke von Jon Kabat-Zinn oder Eckhart Tolle